Der 29. Februar und der Dreamspell
von Sternschnuppe-13Ahau am 29.02.2012 um 14:59 Uhr (Bearbeitet: 29.02.2012 15:27)

 

Der 29.2. ist ein Tag wieder andere auch. Die Sonne geht morgens auf – vielleicht eine Minute fr√ľher als am Tag zuvor, vielleicht eine Minute sp√§ter als am Tag danach – und am Abend unter, von der Erde aus betrachtet. Vielleicht eine Minute sp√§ter wie am Tag zuvor, vielleicht eine Minute fr√ľher wie am Tag danach.

 

Dennoch ist er seit 2000 Jahren ein kleines Wunder. W√§hrend es alle anderen Tage jedes Jahr wieder gibt, gibt es den 29.2. nur alle vier Jahre. Und das nicht erst seit der Einf√ľhrung des gregorianischen Kalenders im 16. Jahrhundert, sondern bereits seit der Einf√ľhrung des julianischen Kalenders kurz vor Christi Geburt. Auch die Monatsl√§ngen und -namen wurden von Papst Gregor √ľbernommen. Insofern besteht der Kalender, der seit dem 16. Jahrhundert die Welt dominiert, so wie er jetzt ist schon 2000 Jahre.

 

Die wesentlichste √Ąnderung, die durch Papst Gregor im 16. Jahrhundert vorgenommen wurde, nachdem er die besten Mathematiker Europas aus Deutschland kommen und ein halbes Jahr rechnen lie√ü, war n√§mlich das Ausfallen dieses 29.2. an drei Tagen in je 400 Jahren – jeweils zur Jahrhundertwende, ausser alle 400 Jahre, da bleibt er. Somit gab es ihn nur 1.600 und 2.000, durch die nachtr√§glich Umrechnung s√§mtlicher geschichtlichen Daten auch im Jahre -1 (weil es im gregorianischen Kalender kein Jahr null gibt), 400, 800, 1200. Ebenso in den vorchristlichen Daten, -401, -801, -1201 etc.

 

Notwendig war das geworden, weil nach 1.600 Jahre Gebrauch des julianischen Kalenders der Fr√ľhlingsanfang vom 21. M√§rz auf den 12. M√§rz gefallen war. Deshalb √ľbersprang man bei der Einf√ľhrung zehn Tage im Oktober bei der Datumangabe, und alles, was vor diesem Datum lag, wurde so umgerechnet, als h√§tte es nie was anderes gegeben.

 

 

Die Sonne hat das wenig beeindruckt. Sie tat was sie immer tat: Geozentrisch gesehen auf- und untergehen. Den Tzolkin und die anderen Mayakalender hat das auch nicht beeindruckt. Der tat was er immer tat: bei jedem neuen Sonnenaufgang einen Ton und ein Nahual dazuf√ľgen zu dem Ton und dem Nahual des Vortags – beim Tzolkin – und ein KIN weiterz√§hlen bei der Langen und Kurzen Z√§hlung. Damit das √ľber Jahrtausende hinweg reibungslos funktionierte, kein Tag vergessen oder doppelt gez√§hlt wurde, hatten und haben die Maya Daykeeper, und das ist eine Heilige Aufgabe. Schlie√ülich sind sie seit den Tagen von Atlantis die H√ľter der Zeit, und deshalb ist diese √§u√üerste Korrektheit in Zeitangelegenheiten von gr√∂√üter Bedeutung f√ľr ihre Identit√§t. Denn gerade darin besteht ja der Sinn und die HEILIGKEIT des Tzolkin – das er nicht nur eine spielerische Erfindung ist, sondern eine echte Offenbarung durch die Propheten aus den Plejaden, was die Zeitqualit√§t des jeweiligen Tages angeht, und was die gr√∂√üeren Dimensionen von Zeitfraktalen angeht, wo auch Tuns (360-Tages-Jahre), Katuns (7.200 Tages-Zyklen), Baktuns (144.000 Tage-Zyklen) jeweils eine „F√§rbung“ bekommen, indem sie sozusagen von einer dieser 260 Tzolkin-Qualit√§ten gef√§rbt sind.

 

 

Dies klappte mit größter Zuverlässigkeit weiterhin bei den Maya von Guatemala, selbst als um 900 ein Großteil ihres Volkes die Städte verließen und vermutlich in die Plejaden aufstiegen.

 

Dies klappte weiterhin mit gr√∂√üter Zuverl√§ssigkeit, als im 16. Jahrhundert die Spanier einfielen, 90 % der Maya t√∂teten, nahezu ausnahmslos all ihre B√ľcher mit heiligem Wissen verbrannten und sie zum Katholizismus zwingen wollten.

 

Dies klappte auch weiterhin in den 500 Jahren danach, als die √ľberlebenden Maya unter dieser Knechtschaft der wei√üen Rasse nicht nur fast alles von ihrem fr√ľheren Wohlstand verloren hatten, sondern auch ihre Freiheit. Es waren die „9 H√∂llen“ in 9 Kalenderrunden mal 52 Jahren, die ihnen ihr Kalender angek√ľndigt hatte.

 

Es klappte sogar dann noch, als von ca. 1960- 1990 in Guatemala 30 Jahre B√ľrgerkrieg herrschte.

 

Ihr(e) Kalender waren den Maya so heilig, dass keine M√ľhe und kein Leid zu gro√ü war, um ihn zu wahren. Denn h√§tten sie auch nur einen Tag vergessen, w√§re die g√∂ttliche Ordnung aus den Fugen geraten, mit nicht auszudenkenden Folgen.

 

 

Diese √§u√üerste Pr√§zision und Zuverl√§ssigkeit in Zeitangelegenheiten sind der Grund, warum die Maya nicht nur widerwillig westlichen Astronomen und Mathematikern Anerkennung abrangen, die sich √ľberhaupt nicht erkl√§ren k√∂nnen, wie sie all das wissen konnten, ohne technische Ger√§te – sie kannten ja nicht mal das Rad – nein, die prophetischen Kalender sind nach ganz anderem Wissen um Zeitqualit√§ten, Seelenaufgaben, G√∂ttlichen Plan aufgebaut wie die astronomischen Kalender. Was ihrem Wert aber keinen Abbruch tat, sondern im Gegenteil – er war noch h√∂her.

 

Eben deshalb waren dies ihre HEILIGEN KALENDER. Und eben deshalb konnten sie √ľber riesige Zeitr√§ume hinweg √§u√üerst zuverl√§ssige Prophezeiungen machen – weil sie um das Wesen der Zeit wussten, um den Aufbau des g√∂ttlichen Planes durch Zeitfraktale aus Zeitqualit√§ten.

 

 

Von 5.114 vor Christus bis etwa 1992 funktionierte dieses H√ľten des Wissens um das Wesen der Zeit durch die Maya trotz gr√∂√üter √§u√üerer Schwierigkeiten.

 

Dann kam Jos√© Arguelles und kreiierte den Dreamspell – und brachte damit diese g√∂ttliche Ordnung v√∂llig durcheinander, denn zu allem √úberfluss behauptete er, die im Dreamspell berechneten Nahuales und T√∂nen w√§ren zu 100% Orginal Maya. Das war eine L√ľge, die allein schon dadurch leicht zu entlarven ist, weil der Dreamspell den 29.2. einfach √ľberspringt – er tut so, als g√§be es zweimal einen 28.2. - also so, als w√ľrde es denselben Sonnenaufgang zweimal hinter einander geben alle vier Jahre. Damit hat er das System durchbrochen. Dadurch ist es REINER ZUFALL, auf welchen Ton und Nahual ein Geburtstag, ein Mond, eine Welle f√§llt – S√ĄMTLICHE BERECHNUNGEN DES DREAMSPELL SIND DURCH DIESEN 29.2. REINER ZUFALL.

 

Dennoch hat er nat√ľrlich eine ungeheure Faszination – die er aber gro√üteils dem geklauten Mayakalender verdankt: sowohl, was den guten Ruf des Mayakalender angeht, als auch die faszinierende und geniale Mathematik in allem. Er ist, wie jemand hier im Forum es mal treffend nannte, einfach ein schlechtes Plagiat. Und das w√§re alles auch dann so, wenn Jos√© Arguelles mit bester Absicht gehandelt h√§tte, das v√∂llig unwissentlich in der ganzen Welt verbreitet – sprich wenn es wenigstens noch am Tag der Geburt des Dreamspell √ľbereingestimmt h√§tte. Hat es aber schon da nicht. Aber das ist eine andere Geschichte, und auch die hat handfeste Hintergr√ľnde.

 

 

Warum wir uns nun alle immer wieder damit herum schlagen m√ľssen, ob wir wollen oder nicht, liegt an der Doppelrolle von Jos√© Arguelles: einerseits hat er den Mayakalender im Westen verbreitet, insofern verdanken wir ihm auch was: ohne ihn w√ľssten wir vielleicht nicht darum. Es sei denn jemand anderer h√§tte ihn dann verbreitet, was recht wahrscheinlich passiert w√§re, wegen seiner aktuellen Bedeutung. Zum anderen aber – und das ist die Doppelrolle – benutzte Jos√© Arguelles den Mayakalender auch, um sich selbst gr√∂√üte Bedeutung zu verleihen:

 

 

Er hatte die Harmonische Konvergenz 1987 eingeleitet, die den indogenen V√∂lkern wieder Hoffnung machte, und insofern haben auch hier mindestens eine Million Menschen zu danken. Die Bekanntheit, die er dadurch weltweit gewann, benutzte er dann aber f√ľr die Doppelrolle: er verschaffte sich via Dreamspell einen gef√§lschten „galaktischen Reisepass“ und gab sich als Avatar aus – der quasi im Auftrag Gottes hier auf die Erde gekommen w√§re um das Zeitalter zu beenden. Allerdings wurde er dann von eben selbigem Gott noch vor dem Ende des Zeitalters zur√ľck beordert – er verlie√ü im M√§rz 2011 seinen K√∂rper.

 

 

Uns soll nun aber nicht weiter k√ľmmern, was f√ľr verdrehte Motive Jos√© verf√ľhrt haben m√∂gen, seine Popularit√§t, die ihm der Mayakalender verschafft hat, f√ľr eitle Zwecke zu missbrauchen, und wie er das anstellte (er ist in Wirklichkeit eine 10 Schlange, gab sich aber als 11 Affe, KIN 11 und seine Frau Lloydine als KIN 22 aus, einem Umstand, dem er dann g√∂ttliche Bedeutung zumass, weil sie zusammen 33, die g√∂ttliche Einheit sind oder so). Vermutlich spielt das englische Wikipedia darauf an, wenn sie schreiben, er h√§tte als Kunstprofessor seinen Studenten aufgetragen, etwas zu schaffen, an das sie dann selber glauben k√∂nnen.

 

 

W√§re diese ungeheure Verwirrung nicht, die er dadurch bei allen Wahrheitssuchenden geschaffen hat, die sich mit dem Wissen der Maya besch√§ftigen m√∂chten, ¬īw√§ren die Dissonanzen im morphogenetischen Feld nicht, die dadurch ebenfalls erschaffen wurden, k√∂nnte man einfach sagen:

 

Der Dreamspell ist ja oberfl√§chlich betrachtet sehr h√ľbsch, nur ohne Aussagekraft, weil er nichts Reales angeschlossen ist, aber wenn es jemand gut tut und gef√§llt, soll er sich ruhig weiterhin damit besch√§ftigen – nur sollte man ihn dann bitte nicht mehr als Mayakalender titulieren, sondern als Arguelles-Kalender.

 

Durch die Verwendung der Nahuales und T√∂ne des Mayakalenders im Dreamspell ist er aber untrennbar mit dem Mayakalender verbunden. Noch dazu wird er nach wie vor h√§ufig als Mayakalender ausgegeben. Noch dazu wird sogar angeblich orginales Maya-Wissen in B√ľcherform verkauft, wie von Canamay-te in „Wenn die Sonne mit dem Mond tanzt“ ohne darauf hinzuweisen, dass das eigentlich nur der Dreamspell ist. Davon kein Wort behauptet wird, es sei gaaanz orginal Maya. Klar, verkauft sich auch besser in 2012.

 

 

Aus all diesen Gr√ľnden bleibt uns also nichts weiter √ľbrig, als uns auch nach Jos√© s Tod noch mit dem Schlamassel auseinander zu setzen, den er hinterlassen hat (und sich dabei auf der Website seiner Frau weiterhin als Avatar verehren l√§sst, sich in einem Atemzug mit Jesus und Buddha nennen l√§sst). Denn die meisten finden erst durch den Dreamspell zum Truecount. Es ist wohl symptomatisch: erst wird weltweit die F√§lschung verbreitet, und jetzt, wo sich um 2012 die Schleier der Finsternis lichten, kommen alle L√ľgen und T√§uschungen immer mehr ans Licht.

 

 

Es ist aber auch deswegen bedauerlich, weil die NUTZER des Dreamspell ja gr√∂√ütenteils nichts daf√ľr k√∂nnen. Das sind ja liebe „unschuldige“ Menschen, die einfach von dem Mayawissen begeistert sind/ waren, von Jos√© modern aufgepeppt und mit keltischem, ebenfalls verfremdeten Wissen um die 13 Monde auf ein zeitgem√§√ües Niveau gebracht – auch passend zur Mondkalender-Welle, die seit Jahrzehnten hunderttausend gl√ľhende Verehrer fand. Obwohl der Dreamspell auch in keinster Weise an Mondzyklen angeschlossen ist.

 

 

Ich meine, heute, dem 29.2.2012, im Jahr ZERO der Mayakalender und ein Jahr nach Josés Tod, ist es Zeit aufzuräumen mit dem Schlamassel.

 

Deswegen werde ich in den n√§chsten Tagen einen Vorschlag unterbreiten, wie man den Dreamspell tats√§chlich mit dem Truecount synchronisieren kann, und dennoch weiterhin die Dreamspell-Eigenheiten wie 13 Monde etc. weiter berechnen, wer das will – nur eben mit den „echten“ Zeitqualit√§ten.

 

 

Denn einerseits soll ja jeder nach seiner Fasson gl√ľcklich werden – aber andererseits l√∂sen sich in 2012 die Dualit√§ten allm√§hlich auf, zumindest zu erheblichem Teil, und da sollten sich die Menschen, die fasziniert sind vom Mayawissen, nicht l√§nger durch Jos√©s T√§uschung trennen lassen. Und ob jemand dann weiterhin mit dem – synchronisierten – Dreamspell weiterarbeitet, oder auf den Truecount umsteigt – das ist dann wirklich jedem seine Sache. Aber wir als Maya-Freunde k√∂nnen dann als EINE Gemeinde zusammen Richtung Licht flie√üen.

 

 

In Liebe und Verbundenheit, auch ganz speziell mit der Dreamspell-Gemeinde

 

In Laak`ech

 

 

Sternschnuppe 13 Ahau